Teufel Raumfeld One Test - Der Lautsprecher in der Praxis
12 April 2012 | Kategorie: Testberichte
Mit dem neuen Raumfeld One Streaming Lautsprecher gibt es nun auch endlich eine All-in-One-Streaming-Lösung aus dem Hause Teufel. Als wir in der Redaktion das erste Mal von diesem neuen Lautsprecher gehört haben, war die Neugierde geweckt und wir wollten uns selbst von der Praxistauglichkeit überzeugen.
Dank des netten Teufel-Teams, klingelte schon nach einer Woche der Paketbote in unserer Redaktion und brachte das versprochene Testgerät. Schnell ausgepackt, kann der erste optische Eindruck bereits überzeugen. Der Lautsprecher macht einen sehr hochwertigen Eindruck und ist perfekt verarbeitet. Auf der Vorderseite befindet sich an Bedienelementen nur der Power-Schalter mit zwei Kontrollleuchten und der Lautstärkeregler (Drehknopf).
Jetzt wollten wir natürlich wissen, wie der Raumfeld One Lautsprecher klingt und ob er intuitiv und einfach zu bedienen ist. Zur ersten Installation im heimischen Netzwerk muss das System (wenn kein separater Raumfeld Controller vorhanden) per Netzwerkkabel direkt an den Router (z. B. FritzBox, Speedport etc.) angeschlossen werden. Das stellte uns vor ein kleines, aber lösbares Problem, denn die Installation funktioniert nur, wenn die IP-Adressen automatisch vom Router vergeben werden. Dies ist bei Privatanwendern eigentlich meist der Fall und sollte daher auch kein Problem darstellen. In unserem Firmennetzwerk ist jedoch alles statisch und daher musste erst mal an der Netzwerkkonfiguration getüftelt werden, um den Lautsprecher betriebsbereit zu konfigurieren. Die Einrichtung erfolgt dabei über die kostenlose Raumfeld Controller App, die sowohl für iOS als auch Android zur Verfügung steht. Ist die Installation abgeschlossen, kann das Netzwerkkabel wieder entfernt und der Raumfeld One dank WLAN-Anbindung an beliebiger Stelle im Raum platziert werden.
Bedienung und Funktionen
Über die Controller App (wir haben nur die iOS Version getestet) kann man nun die gewünschte Musik bequem auswählen und auf das Gerät streamen. Nach dem Start der App dauert es jeweils einige Sekunden, bis sich diese mit dem Lautsprecher verbunden hat. Danach stehen mehrere Möglichkeiten zur Musikwiedergabe zur Verfügung. Zusätzlich zur eigenen Musiksammlung im Netzwerk oder einer angesteckten USB Festplatte (mit eigener Stromversorgung) kann man komfortabel Musik aus dem Internet streamen. Unterstützt werden momentan viele Radiosender über TuneIn und Musik von Napster, simfy, und Last.fm.
Unsere Netzwerkfestplatte wurde prompt erkannt, es dauerte jedoch eine Weile bis die komplette Musiksammlung von der App indexiert und zur Verfügung gestellt wurde. Das Laden der Albencover in großen Musik-sammlungen mit vielen Ordnern war noch nicht ganz zuverlässig und könnte schneller gehen. Als große simfy-Fans haben wir also schnell unsere Accountdaten eingetragen und schon konnte es losgehen. Die integrierte simfy Anbindung bietet teilweise mehr Funktionen als die eigenständige simfy App, z. B. das Browsen durch verschieden Musik Genres und die Wiedergabe von simfy Radio. Jedoch fühlt sich die Bedienung der Controller App noch etwas zäh an und der Gesamteindruck wird durch die häufigen Pausen und Ladezeiten etwas getrübt.
Ein schönes Gimmick ist auch der Lautstärkeregler in der iOS App, der dem physischen Pendant gleicht und über eine Kreisbewegung gesteuert wird. Leider wird die Änderung der Lautstärke dabei nur verzögert an den Lautsprecher übertragen.
Hier sollte mit zukünftigen Updates der App noch nachgebessert werden. Zum Testzeitpunkt (April 2012) gab es leider auch noch keine extra für das iPad angepasste App, welches sich eigentlich hervorragend als Eingabegerät anbietet.
Klang
Aber nun zum wichtigsten Punkt eines Lautsprechers, wie ist der Klang des Raumfeld One? Wir waren doch sehr überrascht, mit welcher Klangqualität dieser kompakte Lautsprecher daherkommt. Wenn man die Augen schließt und nur den Klang auf sich wirken lässt, kann man kaum glauben, dass dieser detailreiche Klang aus so einem kleinen Kasten kommt. Egal ob leise Passagen bei ruhigeren Songs oder laute Rockmusik, die akustische Leistungsfähigkeit konnte uns voll überzeugen. Der Raumfeld One klingt durchweg sehr harmonisch und ausgewogen und auch der Bass glänzt mit hohem Nachdruck selbst bei geringer Lautstärke. Dies dürfte vor allem dem großen Basslautsprecher an der Gehäuseunterseite zu verdanken sein, aber auch die übrigen 4 Lautsprecher im Inneren sind gut abgestimmt und runden das Klangbild harmonisch ab.
Nur schade, dass der Raumfeld One (noch?) keine zusätzliche AirPlay-Unterstützung bietet. So ist das Streamen von anderen Apps wie z. B Spotify oder rdio derzeit nur vom PC möglich. Für alle, die auf AirPlay nicht verzichten können, gibt es aber zum Glück den iTeufel Air Lautsprecher als Alternative, der uns aber klanglich nicht so überzeugen kann, wie der Raumfeld One.
Fazit
Der Preis für diese Streaming-Lösung geht mit 449 Euro durchaus in Ordnung, denn Klang, Funktionen und Verarbeitung sind auf einem sehr hohem Niveau. Es ist der perfekte Einstieg in das Multiroom System Raumfeld, das jederzeit erweitert werden kann, um mehrere Raüme gleichzeitig mit unterschiedlicher Musik zu beschallen. Nur an der kostenlosen Controller App sollte noch etwas gefeilt werden.
Wenn Ihr bei der Bestellung einen aktuellen Teufel Gutschein verwendet, könnt ihr noch zusätzlich sparen. Im Vergleich zu Alternativen wie z. B. dem Sonos (Play 5) ist der Raumfeld One in unseren Augen sowohl vom Klang als auch vom Produktdesign überlegen, aber Geschmäcker sind ja bekanntlich verschieden … Daher empfehlen wir das 8-wöchige Rückgaberecht von Teufel, welches euch die Möglichkeit gibt, den Lautsprecher risikolos probezuhören und euch selbst ein Bild zu machen.
- Sehr harmonischer und ausgewogener Klang
- Kräftiger Bass
- Tolles, edles Produktdesign
- Gute Verarbeitung
- Vielfältige Erweiterungsmöglichkeiten
- Unterbrechungsfreies Streaming
CONTRA
- iOS App noch nicht ausgereift, keine iPad App
- Begrenzte Anzahl an Streaminganbietern
- Lange Einschalt. bzw. Verbindungszeit







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